An der Westküste nördlich von Göteborg ist alljährlich zweimal Hochsaison für Touristen: Im Sommer, wenn die Segler und Urlauber kommen, und im Herbst, wenn die Feinschmecker an die Westküste zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze pilgern.
Unter Gourmets wird das Gebiet als ein Mekka für Hummerfans gehandelt. So gilt das Fleisch der hier lebenden Schalentiere als lieblicher und knackiger als das ihrer amerikanischen Artgenossen.
Der Startschuss für die schwedische Hummersaison erfolgt traditionell am ersten Montag nach dem 20. September – in diesem Jahr also am 26. September 2011. Am so genannten Hummerpremierentag wimmelt es auf dem Meer von Booten – schließlich will jeder als erster die besten Fangplätze erreichen. Zudem gelten in Schweden strikte Regeln für den Hummerfang: Privatleute dürfen maximal 14 Reusen auslegen, ein Profi-Fischer höchstens 50.
Auch die Größe der Tiere spielt eine wichtige Rolle, denn wenn der Rücken der Hummer zwischen Kopfende und Schwanz nicht mindestens acht Zentimeter lang ist, müssen sie wieder ins Meer gesetzt werden. Außerdem darf hier kein Ausländer ohne Begleitung eines Schweden das "schwarze Gold des Meeres" fischen.
Damit aber auch Touristen ein solches Erlebnis nicht vorenthalten bleibt, bieten einige Hotels entlang der Küste in Zusammenarbeit mit den lokalen Fischern seit wenigen Jahren so genannte Hummer-Safaris an. Die großen Schalentiere dürfen in Schweden bis einschließlich 30. April gefischt werden. Insgesamt werden bis dahin rund 100 Tonnen gefangen werden.
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