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Umweltschutz bei Stena Line

Eine saubere Umwelt ist uns sehr wichtig, deshalb nehmen wir das Thema Umweltschutz sehr ernst und setzen uns selbst immer neue Ziele, um die Auswirkungen von Fährreisen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.


So fahren wir bereits seit 1980 mit schwefelarmem Treibstoff, der unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt. Außerdem sparen wir Kraftstoff durch geringfügig längere Fahrtzeiten und geringere Geschwindigkeiten - auf allen unseren Routen. In den Häfen von Göteborg und Hoek van Holland nutzen wir die vorhandene Versorgung mit Landstrom und minimieren so den Treibstoffverbrauch und die Auswirkungen auf die Umwelt. Weiterhin konnten wir unseren Kraftstoffverbrauch durch den Einbau von fortschrittlicher Fensterfolie auf der Stena Germanica und Stena Scandinavica verringern. Ebenso sollen spezielle Schiffsbodenanstriche zur Kraftstoffeinsparung führen. 

Im Zuge unserer Maßnahmen zur Reduzierung der Abgase ist auch die Stena Jutlandica zu nennen, die weltweit erste RoPax-Fähre, bei der Katalysatoren für alle Motoren eingebaut wurden. 

Auf unseren Fähren legen wir zudem Wert auf effektive Wasserreinigungssysteme, effiziente Abläufe bei der Abfallentsorgung und Mülltrennung sowie auf ein computergesteuertes Dosierungssystem für eine Minimierung der notwendigen Chemikalien. 


Wir tun dies gerne für unsere Umwelt und unsere Reisenden, jetzt und auch in Zukunft. 


Denn jeder hat eine intakte Umwelt verdient. 


Neue Regelung ab 2015

Ab dem 1. Januar 2015 treten für den gesamten Schiffsverkehr in der Nord- und Ostsee neue Bestimmungen zur Regulierung des Schwefelgehalts in Treibstoffen in Kraft.

Die EU-Richtlinie schreibt vor, dass Schiffe nur noch Brennstoffe mit einem begrenzten Schwefelgehalt von 0,1 % verwenden dürfen oder alternativ andere Maßnahmen umsetzen müssen, die den gleichen Effekt mit sich bringen.


Problem Schwefeldioxid

Durch die Verbrennung des Kraftstoffs Schweröl entstehen unterschiedliche Abgase. Neben Kohlendioxid, Stickoxiden und Rußpartikeln stellt Schwefeldioxid eine besondere Gefahr für die Umwelt dar, da es u. a.. sauren Regen verursacht. 

Das Schweröl, das in der Schifffahrt verbrannt werden darf, enthält bis zu 3,5 % Schwefel. Nord- und Ostsee stellen bereits ein SECA-Gebiet (Sulphur Emission Control Area) dar und der Schwefelausstoß wurde auf 1 % begrenzt. Ab 01. Januar 2015 gilt der neue Grenzwert von 0,1 %. 

Welche Massnahmen gibt es?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um die neuen Umweltvorschriften ab 2015 zu erfüllen. 


Marine Diesel 

Die einfachste Methode ist das Umstellen des Kraftstoffes. Die umweltfreundlichere Alternativen sind Gasöl oder Marine Diesel mit einem Schwefelanteil von 0,1 %, der dem Diesel für Pkw ähnelt. Hierbei fallen nur geringfügige Modifizierungen an den Schiffsmotoren an. Allerdings ist Marine Diesel fast doppelt so teuer. 


Abgasreinigung mittels "Scrubber"

Durch sogenannte "Hybrid Scrubber" werden die Abgase chemisch durch Wasser mit Natronlauge gereinigt, bevor sie in die Luft gelangen. Es handelt sich um eine einmalige, kostenintensive Installation. Nach dieser Umstellung kann weiterhin mit dem günstigen Treibstoff Schweröl gefahren werden.


Neue Treibstoffe

Einige Reedereien setzen auf neue Kraftstoffe, um den verschärften Umweltregelungen gerecht zu werden. LNG (Liquefied Natural Gas) ist verflüssigtes Erdgas mit einer Temperatur von -162 °C. Bei der Nutzung als Treibstoff können bis zu 90 % der Emissionen (Schwefeldioxid und Stickoxide) eingespart werden. 

Methanol wird heute überwiegend aus Erdgas hergestellt und kann in seiner reinen Form als Kraftstoff genutzt werden. Ebenso wie beim LNG ist ein einmaliger Umbau der Schiffe notwendig, in dessem Zuge Methanol-Tanks installiert werden. 

Stena Line Umweltschutz
Was tun wir bei Stena Line, um die neuen Vorschriften einzuhalten?

Um die neuen Umweltregelungen zu erfüllen, haben wir uns intensiv mit den in Frage kommenden Maßnahmen befasst. Ziel ist es, mit der Zeit für alle Schiffe, Regionen und Routen spezifizierte und passgenaue Lösungen auf den Weg zu bringen. 

Es ist relativ einfach, auf Marine Diesel umzustellen. Aber wir prüfen auch den Einsatz von Scrubbern, LNG und Methanol. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Stena Germanica als erstes unserer RoPax-Schiffe auf Methanol-Antrieb umzurüsten. 


Stena Germanica: Erste Fähre im Methanol Projekt 

Der Umbau wird alle Antriebe der Stena Germanica betreffen. Die bestehenden Treibstofftanks im Doppelboden werden zu Methanol-Tanks umgerüstet. Dort kann der Treibstoff ohne Gefahr für die Umwelt gelagert werden. Für dieses innovative Projekt arbeiten wir mit dem Motorenhersteller Wärtsilä zusammen.

Wir setzen auf Methanol, da es ein sicherer Treibstoff ist, bei dem bis zu 90 % der Schwefel- und Stickoxide sowie Rußpartikel minimiert werden.


Alle anderen Schiffe werden ab 2015 zunächst mit Marinediesel betrieben.