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Der Fulufjället Nationalpark


Weg im Nationalpark

Mit seiner Gründung im Jahr 2002 ist der Fulufjället der jüngste unter Schwedens insgesamt 29 Nationalparks. Mit einer Fläche von 385 km² erstreckt sich der in Mittelschweden gelegene Park sogar über die Landesgrenze hinaus bis nach Norwegen. Die Landschaft des Fulufjället ist gekennzeichnet durch Naturwälder, Moore, Seen und Berglandschaften. Zwei Drittel des Parks bestehen aus Gebirgsheide oder kahler Gebirgslandschaft. Eine besondere Sehenswürdigkeit des Parks stellt Schwedens größter Wasserfall, der Njupeskär dar. Hierhin pilgern jedes Jahr tausende Touristen, um sich das Naturspektakel aus der Nähe anzusehen. Ein echtes Highlight für Naturliebhaber, Wanderer und Outdoorsportler. Wer auf der Suche nach einem abwechslungsreichen und dennoch ruhigen Urlaubsziel zum Wandern und Entschleunigen ist, für den ist der Fulufjället perfekt geeignet – ganz egal ob allein, zu zweit oder gleich mit der ganzen Familie.

Wanderer
Wanderwege in Fulufjället

Aufgrund der großen Fläche gibt es im Fulufjället nicht nur einen einzigen Wanderweg, sondern verschiedene Wanderstrecken, die sich im Schwierigkeitsgrad und in ihrer Länge unterscheiden. Die insgesamt 140 km Wanderstrecke sind teils Rundwege und führen zu den Hauptattraktionen des Parks. Teilweise sind diese Strecken sogar für Rollstuhlfahrer ausgebaut.
Wer den Park längs durchqueren möchte, sollte in etwa zweieinhalb Tage dafür einrechnen.

Wasserfall
Der Njupeskär Wasserfall: Das Highlight des Parks

Wer im Fulufjället Nationalpark unterwegs ist, der darf ein ganz besonderes Highlight nicht verpassen: Der Njupeskär Wasserfall ist mit seinen 125 Metern der höchste in ganz Schweden. Im Sommer beeindruckt die Attraktion des Parks mit seiner Fallhöhe von 90 Metern zahlreiche Touristen, im Winter zieht der Wasserfall vor allem abenteuerlustige Eiskletterer an.

Vogel
Flora und Fauna in Fulufjället

Wer beeindruckende Landschaften und eine abwechslungsreiche Tierwelt entdecken möchte, der ist im Fulufjället Nationalpark genau richtig. Hier nisten nicht nur zahlreiche Vogelarten wie der Auerhahn oder das Moorschneehuhn – es lassen sich auch Luchse, Biber und ab und zu sogar Braunbären entdecken. Wer besonders viel Glück hat, bekommt in den kalten Monaten vielleicht sogar einen Polarfuchs oder einen Elch zu sehen. Nur das Rentier werden Sie hier leider nicht vorfinden.

65% des Parks sind von Tundra bedeckt, die Rentierflechte macht einen erheblichen Anteil des Landschaftsbildes aus. Neben Flechten- und moosbedeckter Landschaft wird das Bild vor allem durch Berglandschaften und jeder Menge Naturwald bestimmt – hier findet man sogar bis zu 500 Jahre alte Kiefern.

FAQ zum Nationalpark Fulufjaellet

Kann man im Fulufjället Nationalpark übernachten?


Generell ist es fast überall im Park erlaubt zu Zelten. Beim sogenannten Wildcamping sollten Sie aber unbedingt das in Schweden überall bekannte „Jedermannsrecht“ beachten. Die wichtigste Grundregel hierbei ist, die Natur mit Respekt zu behandeln, seinen Müll aufzusammeln und seinen Zeltplatz genauso zu verlassen, wie er vorgefunden wurde. Beim Jedermannsrecht geht es vor allem darum, für jeden freien Zugang zur Natur zu gewährleisten (auch größere Ländereien und Privateigentum), jedoch nur unter der Bedingung der gegenseitigen Rücksichtnahme und unter der Einhaltung eines Mindestabstands zum nächstgelegenen, bewohnten Haus. Beim Zelten im Nationalpark besteht zwar nicht die Gefahr zu nah an Privateigentum zu zelten, hier ist es aber besonders wichtig Rücksicht auf die Flora und Fauna der Umgebung zu nehmen und beispielsweise nistende Vögel nicht zu stören.
Neben einer Nacht im Zelt ist es in Fulufjället außerdem möglich in einer der im Park vorhandenen Hütten zu übernachten.

Wer nicht direkt in Fulufjället selbst übernachten möchte, der findet in der Nähe der Parkeingänge verschiedene Campingplätze, die typisch schwedischen Ferienhäuser und sogar Hotels.

Welche Aktivitäten gibt es im Nationalpark?


Wandern und Trekking
Vor allem Wanderer kommen im Nationalpark voll und ganz auf ihre Kosten. Die abwechslungsreiche Landschaft des Parks hat mit ihren Naturwäldern, Mooren und Bergen für jeden Geschmack etwas zu bieten. Die weitläufigen Gebirgslandschaften und die Möglichkeit fast überall im Park zu zelten, laden aber auch zu mehrtägigen Trekkingtouren ein.

Angeln und Jagen
Das Angeln ist in Fulufjället zwar erlaubt, allerdings nur mit dem entsprechenden Angelschein, den Sie an der Information des Parks erwerben können. Am Fluss Görälven finden Sie sogar einen extra einrichteten Angelplatz mit Steg, Feuerstelle und einem Schutz vor Wind und Wetter.
Auch das Jagen im Park ist grundsätzlich erlaubt, allerdings nur für Jagdgesellschaften mit Pacht.

Beeren und Pilze sammeln
Auf einer Wanderung findet man in den Wäldern des Parks verschiedene Arten an essbaren Beeren und Pilzen. Besuchern ist es erlaubt, diese zum Eigenbedarf zu sammeln und mitzunehmen.

Wintersport
Wer den Nationalpark in der kalten Jahreszeit besucht und besonders mutig ist, der kann am gefrorenen Wasserfall Njupeskär Eisklettern – dies ist aber nur in der Zeit zwischen dem 01.12. und 31.03. erlaubt. Außerdem lässt sich der schneebedeckte Park im Winter auf Skiern oder mit Schneeschuhen entdecken. In strahlendes Weiß getaucht, sieht die beeindruckende Landschaft noch einmal ganz anders aus, als in den Sommermonaten.

Was gibt es im Fulufjället Nationalpark zu beachten?


  • Hunde müssen immer an der Leine geführt werden
  • Radfahren und Reiten sind im Park nicht erlaubt
  • Das Entfachen von Feuer ist nur an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt
  • Jeder Rastplatz, Zeltplatz und Aufenthaltsort im Park ist so wieder zu verlassen wie er vorgefunden wurde, der eigene Müll muss stets selbst entsorgt werden
  • Zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie bei einer mehrtägigen Trekkingtour darum, sich an der Information abzumelden und nach Ihrer Rückkehr wieder dort zurückzumelden
  • Informieren Sie sich vor Ihrer Tour über das Wetter. Dieses kann sich in den Bergen schnell ändern und es kann sogar in den Sommermonaten zu Schnee kommen.