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Camping in schwedischen Nationalparks – Tipps für Ihren Campingurlaub


2 Personen im Liegestuhl vor Wohnwagen

Weite Landschaften, dichte Wälder und traumhafte Sandstrände machen Schweden zu einem der beliebtesten Reiseziele in Europa. Jährlich zieht es rund 300.000 Urlauber in die schwedische Natur – und das ist sogar günstiger als man zunächst denkt. Laut einer Studie des ADAC aus dem Jahr 2019, zählen die Campingplätze in Schweden mit durchschnittlich € 31,46 pro Nacht und Familie zu den günstigsten in Europa. In der Regel sind alle Nebenkosten wie die Kurtaxe für Mensch und Hund in diesem Preis bereits enthalten. Was in Schweden also zu Buche schlägt, sind nicht die Kosten für das Camping an sich, sondern eher Dinge wie Einkäufe, Freizeitaktivitäten oder eventuelle Restaurantbesuche.

Wann ist die beste Zeit, um in Schweden zu zelten?

Im tiefsten Winter bei Minusgraden möchte niemand gerne zelten, das ist klar. Im hohen Norden laden vor allem die warmen Sommermonate von Juni bis August zum Camping ein. Die Hochsaison für Zelturlauber ist in Schweden von Mitte Juni bis Mitte Juli – dann sind die Tage am längsten und es ist bis zu 20 Stunden täglich hell draußen. Wer es vorzieht nicht im Zelt, sondern im Wohnwagen oder in einer klassischen Holzhütte zu übernachten, ist natürlich flexibler und kann auch bereits im Frühling oder an milden Herbsttagen Nächte in der Natur Schwedens genießen.

Ist es erlaubt in den Nationalparks in Schweden zu zelten?

In der Regel ist es nicht erlaubt in den schwedischen Nationalparks zu zelten. Die genauen Regeln finden Sie an den Eingängen der verschiedenen Parks. In vielen Fällen ist es jedoch erlaubt eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Alternativ bieten einige Nationalparks, wie zum Beispiel der Fulufjället, auch eigene Übernachtungsmöglichkeiten in den landestypischen Holzhütten an. An nahezu allen Parks befinden sich aber auch öffentliche Zelt- und Campingplätze in unmittelbarer Nähe.

Ferienhaus mieten: Übernachten in der schwedischen Stuga

Klassisches Zelten ist nichts für Sie oder Sie möchten mal etwas komplett anderes erleben? Dann ist das Mieten einer original schwedischen Stuga, den bekannten roten Hütten, genau das richtige für Sie. Erleben Sie einen unvergesslichen Urlaub in einer luxuriösen Hütte oder ganz basic in einer schlicht ausgestatteten Stuga.

Das Jedermannsrecht: Natur für alle

Das schwedische Jedermannsrecht ist ein wichtiger Bestandteil der schwedischen Kultur, von dem Einheimische und Urlauber gleichermaßen profitieren. Es erlaubt jedem den freien Zugang zur Natur – vom Pilze- und Beerensammeln bis hin zu Wildcampen ist in Schweden alles erlaubt, solange man sich an bestimmte Regeln hält.

 

  • Zelten. Das Campen in der freien Natur ist in Schweden grundsätzlich für ein bis zwei Nächte erlaubt, solange niemand, auch der Grundbesitzer, nicht gestört wird und genug Abstand zum nächsten Privatgrundstück eingehalten wird. Innerhalb der Nationalparks ist das Zelten allerdings bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt. Auch ein Wohnwagen oder Wohnmobil darf für eine Nacht an einem öffentlichen Ort abgestellt werden.

  • Feuer. Wenn nicht ausdrücklich durch ein Schild verboten, ist es in der Regel erlaubt ein kleines Feuer am Zeltplatz zu machen. Bei großer Trockenheit ist jedoch Vorsicht besser als Nachsicht. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie eine Feuerstelle errichten dürfen, wenden Sie sich an die örtliche Feuerwehr.

  • Müll. Es darf kein Müll an der Camping-Stelle zurückgelassen werden. Generell gilt: Die Natur sollte genauso verlassen werden, wie sie vorgefunden wurde. Ganz nach dem Motto: "Nicht stören und nicht zerstören".

  • Sammeln. Das Sammeln von Pilzen, Beeren und Pflanzen ist für den Eigenbedarf erlaubt. Einige Pflanzen, wie wilde Orchideen, stehen allerdings unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden.