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Tiere in Schweden: Die abwechslungsreiche Fauna des Nordens


Elch in der Natur

Schwedens Tierwelt ist so vielfältig wie das Land selbst. Neben einer abwechslungsreichen Flora hat das Land auch eine lebhafte Fauna zu bieten. Besonders die Vogelwelt Schwedens ist von vielen verschiedenen Arten geprägt, die in den Mooren, an den Küsten oder Wäldern nisten.
Wer die schwedischen Nationalparks und deren Umgebung besuchen möchte, um bestimmte Tiere zu beobachten, sollte sich vorher genau erkundigen, welche Arten wo leben. Denn so verschieden, wie die Gegebenheiten der schwedischen Natur sind, so ist es auch die Fauna des Landes.

Schwedens große Vier: Auf den Spuren von Elchen, Bären, Luchsen und Wölfen

Elche
Schwedens bekanntestes Tier ist mit einer Population von circa 300.000 Elchen nahezu im ganzen Land zu finden und ganz besonders in Mittelschweden angesiedelt. Nur auf der Insel Gotland im Osten von Schweden halten sich die Tiere nicht in freier Wildbahn auf. Die gutmütigen Riesen können bis zu 2,30 Meter groß werden und bis zu 800 Kilogramm auf die Waage bringen. Dabei ernähren Elche sich besonders achtsam und ziehen eine energiereiche Nahrung vor. Bevorzugt fressen sie je nach Jahreszeit bis zu 15 Kilogramm Laub, Beeren oder junge Knospen.
Wer nach Schweden reist, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch einen Elch hautnah betrachten können. Besonders beim Autofahren durch bewaldete Gebiete ist jedoch Vorsicht geboten: Elche sind in Schweden für jährlich etwa 5.000 Autounfälle verantwortlich und zählen somit (unbeabsichtigt) zu den gefährlichsten Tierarten des Landes.

Bären, Wölfe und Luchse
Deutlich seltener zu finden sind die Bären und Wölfe von Schweden. Mit einer Population von etwa 1.000 Braunbären und etwas mehr als 400 Wölfen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einem von beiden begegnen, relativ gering. Beide Tierarten stehen in Schweden unter Naturschutz und dürfen bis auf sehr wenige Ausnahmen nicht gejagt werden.
Mit etwa 1.500 Exemplaren sind auch Luchse eher selten, dafür aber in ganz Schweden vertreten. Auch sie stehen ebenso wie Braunbären und Wölfe unter Naturschutz.

Kleinwild in Schwedens Nationalparks

Neben den großen Vier von Schweden, sind natürlich auch kleinere Tierarten im ganzen Land vertreten. Besonders in den landesweit verbreiteten Nationalparks lassen sich Biber, Marder, Dachse oder Füchse entdecken. Um die Tiere nicht zu stören, ist das Wildcampen im Nationalpark deswegen meistens nicht erlaubt. Kleinwild finden Sie zum Beispiel im Tiveden Nationalpark ebenso wie in Fulufjället oder Store Mosse.

Schwedens Vogelwelt

Abwechslungsreiche Landschaften wie Wälder, Tundra, Moore und Küstengebiete beheimaten zahlreiche Vogelarten in ganz Schweden. Wer gerne eine bestimmte Vogelart beobachten möchte, der sollte sich vorher über Brutzeiten und Aufenthaltsorte der Tiere informieren. Moorschnee- und Auerhühner finden Sie im Fulufjället Nationalpark, Raufußhühner und Spechte können Sie beispielsweise in Norra Kvill beobachten.

Jedes Jahr im Januar wird die schwedische Bevölkerung dazu aufgerufen zu zählen wie viele Vögel sich in den privaten Vogelhäusern versammeln. Das große jährliche Vogelzählen bereitet vor allem Kindern große Freude.